Osnabrett – Ein Besuch im Spielecafé in Osnabrück

© Osnabrett

Zwischen Weihnachten und Neujahr mal wieder in der Nähe meiner alten Heimat Osnabrück, kann ich mir einen Besuch des im September neu eröffneten Spielecafes namens Osnabrett natürlich nicht entgehen lassen. Wer sich im Osnabrücker Land  für Brettspiele interessiert, der wird den Spieltraum kennen, einen großen Laden voller Spiele im Herzen der Stadt. Und genau daneben finden wir heute nach kurzem Spaziergang im Regen das neue Cafe. Schnell rein ins Warme und erst mal einen Tisch ausgesucht.

Kaum sitzen wir, kommt auch schon Andy hinter der Theke hervor, hockt sich vor unseren Tisch und grinst zu uns hoch. „Wart ihr schon mal hier?“ Nein, waren wir nicht. „Dann erkläre ich euch alles kurz. Ihr könnt hier, wie in einem ganz normalen Cafe, einfach nur was trinken und dann wieder gehen.“ Hinter Andy sehe ich eine Wand voll kleiner Regale, auf jedem stehen mindestens 3 Spiele. Nur was trinken? Kommt überhaupt nicht in Frage. Während ich schon den Mund aufklappe, um zu protestieren, folgt Andy meinem Blick und grinst wieder. „Natürlich könnt ihr auch spielen. Was immer ihr wollt.“ Na also, das wollte ich hören.

gemütliche Einrichtung mit großer Schiebetür

Für drei Euro pro Spieler steht uns die ganze Welt der Spiele zusätzlich zum Cafe offen. Wären wir noch Studenten, gäbe es darauf sogar noch einen kleinen Rabatt. Auf den schön angerichteten Regalen gibt es einige ausgewählte Spiele, die das Team besonders empfiehlt. Dort sehe ich einige gute Bekannte von der letzten Spielemesse. Auch mehrere Spiele des Jahres sind dabei. Wem diese Vorauswahl nicht genügt, der darf direkt in den Spielehimmel selbst. Hinter einer großen Schiebetür verbirgt sich ein zusätzlicher Raum, in dem sich die Spiele bis unter die Decke stapeln. Wir staunen. Auf jeden Fall werden die nächsten hundert Besuche in diesem Cafe ganz sicher kein bisschen langweilig.

 

empfohlene Spiele

Jetzt fangen wir aber erst einmal klein an, mit einem der uns empfohlenen Spiele. Ich öffne die Schachtel und finde einen handgeschriebenen Zettel. Die Spieler vor euch haben bereits die Karten sortiert. Bitte macht das am Ende auch für den nächsten Spieler, sagt der Zettel. Machen wir doch gern. Wir haben ein Spiel erwischt, bei dem die Regeln beim Spielen erklärt werden, also geht’s sofort los. Bei der dritten Regel, die ich vorlese, runzele ich die Stirn. Die Formulierung ist seltsam, ich frage mich, welche Karten ich mischen soll und welche nicht. Da sehe ich, dass das Wort mischen rot unterstrichen ist. Ein Mitarbeiter des Spielecafes hat an den Rand der Karte, ebenfalls in rot notiert, dass NICHT der Nachzugstapel gemischt werden soll. Eine echte Hilfe, denn genau diesen Fehler wollte ich gerade machen. Ist anderen wohl auch schon passiert. Eine sehr gute Idee, solche Erfahrungen auf diese Art weiterzugeben.

ein (ganz kleiner) Teil vom Spielehimmel

Wir spielen heute insgesamt fünf verschiedene Spiele. Die liebevolle Vorbereitung und Betreuung der Spiele und Spielenden fällt mir den ganzen Abend über immer wieder auf. Während wir Karten legen, Würfel werfen und Spielsteine setzen, werden wir ganz in Ruhe gelassen. Als wir aber eine große Anleitung auffalten und kurz leise seufzen, weil so viel Text draufsteht, steht Andy sofort wieder neben uns. Kurze Erklärung statt lesen? Wahnsinnig gern. Schon bevor wir am Ende dieses Spieles überhaupt versuchen die Punkte zusammenzuzählen, liegen Block und Stift bereit. Einen Taschenrechner hätten wir Mathe-Genies auch noch obendrauf bekommen können. Die entspannte Atmosphäre und unaufdringliche Unterstützung  machen unseren
Spieleabend im Osnabrett zu einem sehr schönen Erlebnis.

Fast schon zur Nebensache werden da die leckeren Getränke, die uns zwischendurch immer wieder vorbeigebracht werden. Die ebenfalls in der Karte aufgeführte Nervennahrung brauchen wir heute nicht. Wenn wir wiederkommen, und uns an komplexere Spiele wagen, ist es aber gut zu wissen, dass Haribo und geröstete Erdnüsse uns dabei begleiten möchten. Gut versorgt und unterhalten bleiben wir heute bis zur allerletzten Minute der Öffnungszeit. Erst nachdem die Kaffeemaschine gesäubert und die Stühle fast alle hochgestellt sind, verabschieden wir uns in die kalte Nacht. Und schon auf dem Heimweg reden wir über all die Spiele, die wir heute nicht spielen konnten und planen enthusiastisch unseren nächsten Ausflug ins Osnabrett.

Dem sympathischen Team des Osnabrett wünsche ich von Herzen Erfolg und ganz viel Spaß beim Betreiben dieses wirklich schönen Spielecafes. Macht genau so weiter, wie wir euch erleben durften.

Wer neugierig geworden ist, und bei den „Osnabrettern“ mal vorbeischauen möchte, dem empfehle ich auf ihrer Homepage <http://www.osnabrett.de/> nach den aktuellen Öffnungszeiten zu schauen. Natürlich könnt ihr dort auch gleich einen Tisch reservieren. Kleiner Extratipp von mir: Probiert die heiße Schokolade.

Vera

Spielkind, Biologin,Wissenschaftsnerd. Mit Herz, Pinsel und Tastatur an diesem Blog beteiligt.

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