Hausregel der Tages: Heldentaufe für Kleinkinder [UPDATE: Fortgeschrittene Variante ergänzt]

Update 20.02.2017:

Ich habe mich nochmal hingesetzt und den Auftragsmechanismus als Element einer Kinderfreundlichen Variante aufgenommen. Details findet ihr nach dem Klick auf „Weiterlesen“.

Ursprüngliche Meldung:

Erinnert ihr euch noch an Heldentaufe (wir berichteten)? Wir haben ein fertiges Exemplar erhalten und natürlich gleich mit dem Nachwuchs „ausgepöppelt“.

Dank der poppigen Optik wurde es natürlich direkt von meiner Tochter inspiziert und der Wunsch geäußert es zu spielen. Da die Regeln für eine 4-jährige aber noch etwas zu komplex sind, habe ich mir ad hoc die folgenden Regeln überlegt. Wer ebenfalls ein Exemplar von Heldentaufe sein eigen nennt, und es mit Kindern spielen möchte, findet hier eine Anregung für ein simples Regelwerk für „Heldentaufe Junior“.

Was ihr braucht:

Die Gebietsplättchen, je einen Figurenaufsteller (egal welche) pro Spieler, Zahn-, Ausrüstungs- und Nahrungsplättchen sowie den Schatzwürfel. Optional könnt ihr das Regelheft in Griffweite legen, damit die Knirpse selbst nachschauen können, welches Nahrungsgebiet welches Nahrungsplättchen liefert.

So geht’s:

Die Originalregeln des Spiels sind weitestgehend außer Kraft, stattdessen spielt ihr wie folgt: Anfangs beginnt jeder Spieler (im Uhrzeigersinn) mit seiner Figur auf dem Lagerfeuer und darf in seinem Zug genau ein Gebietsplättchen ziehen und an seine Figur angrenzend anlegen. Die Figur wird auf jenes Gebiet gestellt und geprüft, um welchen Typ es sich handelt:

  • Wiese, Portal, Labor, Schmied oder Händler: es passiert nichts. Die Anzahl der „Nieten“ könnt ihr nach euren Vorstellungen vor Spielbeginn justieren und z.B. die Portale und „Betriebe“ aussortieren.
  • Wald: der Spieler wirft den Schatzwürfel und erhält das abgebildete Plättchen (im Falle der Doppelzahnseite gibt es zwei Zähne). Die Wertigkeit der Plättchen ist nicht von Bedeutung.
  • Fischteich, Pilzring oder Apfelbaum: der Spieler erhält ein entsprechendes Nahrungsplättchen.

Das Spiel endet, sobald alle Gebietsplättchen ausgelegt und abgehandelt wurden. Sieger ist, wer die meisten Plättchen gesammelt hat. Zugegeben, diese Variante ist ein reines Glücksspiel, aber es gibt ja noch genug Material, mit dem man diese Variante anspruchsvoller gestalten kann. Und die kleine Nachwuchsheldin stört’s auch nicht im Geringsten. 😉

[Update 20.02.2017]

Die obige Variante ist noch erweiterbar, schien mir nach ein Paar Runden mit meiner Tochter. Daher habe ich den Mechanismus der Auftragskarten übernommen, allerdings in geringerem Umfang. So funktioniert die fortgeschrittene Variante:

Das Lagerfeuer kommt in die Mitte des Tisches, drumherum werden sämtliche Oberweltplättchen offen verteilt (anstatt sie zu zu erkunden). Sucht aus den Auftragskarten alle heraus, die das Abliefern von Nahrung oder Ausrüstung (keine Tränke) auf ein bestimmtes Gebiet fordern (alle anderen kommen in die Schachtel). Mischt und verteilt je 1 Karte an alle Spieler. Die überzähligen Karten werden als Nachziehstapel bereit gelegt.

Es wird wieder reihum vom Lagerfeuer ausgehend gespielt. Die Spieler sammeln wie oben beschrieben Ausrüstung, Zähne und Nahrung auf den jeweiligen Feldern. Wer die erforderlichen Ressourcen seines Auftrags gesammelt hat, kann sie auf das entsprechende Feld abliefern und erhält die abgebildete Belohnung. Dann zieht er eine neue Karte.

Das Spiel endet, wenn alle Aufträge erfüllt wurden, oder sobald ein Spieler einen Auftrag ziehen muss, der Stapel jedoch leer ist (macht das am besten mit den Mitspielern aus). Wer am Ende die meisten Zähne gesammelt hat, gewinnt (erwürfelte Zähne gelten auch).

Pierre

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Brettspieler, zelotischer Miniaturenbemaler und Gelegenheitsübersetzer
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