Vorgestellt – Monster unterm Bett 05/2017

Das Spiel wurde uns freundlicherweise von Asmodee kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wertung des Spiels.

 

Wer kennt das nicht? Wenn man keinen ausladenden Kleiderschrank sein eigenen nennt, müssen sich die Monster halt unterm Bett verstecken. Und wenn die Eltern mal wieder das Monster-weg-Spray (vulgo: H2O) verlegt haben, müssen halt Teddy, Quietscheente und Spielzeugroboter ausrücken, um das Viechzeug wieder loszuwerden.

Überblick

Die Spielkomponenten

Monster unterm Bett besteht aus  20 Karten, 15 Papp-Plättchen, einem Regelblatt und einer im Innern komplett und detailreich illustrierten Spielschachtel. Mehr braucht es nicht, um in dieser Memory-Variante die Monster zu vertreiben.

Ein Kartenstapel bildet das Bett, unter dem die Monster hausen und sich anschicken, das darin schlafende Kind zu erschrecken. Aber sie fürchten sich vor bestimmten Spielzeugen – und die müssen die Spieler finden. Gelingt es, die Monster zu vertreiben, bevor sie das Bett umzingelt haben, gewinnen die Spieler gemeinsam.

Mein Bett, das hat vier Seiten

Vor Spielbeginn werden zunächst die Karten gemischt und mit der Bett-Seite nach oben auf einen Stapel gelegt. Daneben werden die Spielzeug-Plättchen verdeckt verteilt. Je nach Schwierigkeitsgrad kommen noch die Plättchen mit der Socke und dem Monster unter der Decke dazu. Außerdem wird noch das aus 3 Plättchen bestehende Monster bereitgelegt und das erste Monster vom Kartenstapel aufgedeckt. Die Spielschachtel kommt übrigens nicht weg – die fungiert mit dem Einsatz als Kleiderschrank, in den man die vertriebenen Monster wegsperrt.

Links das bedrohte Bett, rechts die rettenden Spielzeuge

Aufgedeckte Monster kommen an eine der vier Seiten des Bettes – sollten zu irgendeinem Zeitpunkt alle Seiten von Monstern besetzt sein, verlieren die Spieler. Deshalb müssen sie gut aufpassen und in guter alter Memory-Manier die Spielzeuge finden, die jeweils auf den Monsterkarten abgebildet sind (denn vor diesen fürchten die Monster sich). Immer, wenn man ein passendes Spielzeug aufdeckt, wirft man die Monsterkarte durch die Tür in die Spielschachtel zurück. „Vertrieben!“ klingt es da bei uns immer freudig durch den Raum.

Greift man hingegen zum falschen Plättchen, wird eines der drei Monsterplättchen umgedreht. Sobald es durch das Umdrehen seiner Plättchen vollständig die Farbe gewechselt hat, taucht ein neues Monster unter dem Bett auf und wird an das Bett angelegt. Generell werden aufgedeckte Spielzeuge wieder umgedreht, weil es zu jedem Spielzeug zwei Monster gibt, die es vertreiben kann.

Bääh, Stinkesocke

Ab in den Schrank! Die Puppe hat das Monster vertrieben

Erinnert ihr euch an die eingangs erwähnte Socke? Wenn sie aufgedeckt wird, muss nicht nur ein Monsterplättchen umgedreht werden, sondern auch noch ein Spielzeug-Plättchen mit der Socke vertauscht werden. War da jetzt die Quitscheente oder ist da jetzt die Socke? Wer nicht aufpasst, sorgt so für das eine oder andere Extramonster. Dann gibt es da noch das Monster unter der Decke, das dafür sorgt, dass man alle Monsterplättchen so umdreht, dass ein neues Monster unter dem Bett hervorkriecht.

Das Regelblatt bietet mehrere Varianten, die das Spiel unterschiedlich schwierig gestalten. So kann z.B. das Monster statt aus 3 auch aus 2 Plättchen bestehen, was das Ganze deutlich herausfordernder macht. Zwar gewinnen die Spieler, wenn sie alle Monster verscheucht haben, verlieren jedoch, sobald sie ein Monster aufdecken sollen, und keines mehr im Stapel ist. Gegen Ende des Spiels müssen also alle besonders gut zusammenhalten und sich merken, welches Spielzeug wo liegt, da hier die Gefahr zu verlieren deutlich steigt.

 

Pierre meint:

Die Optik von Monster unterm Bett ist herzallerliebst, das Material wertig und robust und die Idee mit dem Wandschrank in der Schachtel ist ein absoluter Hingucker. Das Spiel an sich ist zwar im Grunde eine Variante von Memory, bietet aber mit den Monsterplättchen und dem Druck, nicht vier Monster zugleich um das Bett herumlungern zu haben, einen frischen Touch. Allein schon der Vorgang des Monster-Vertreibens, indem man die Karte durch die Papptür in die Schachtel wirft, ist ein tolles Erlebnis für die Kinder und bleibt haften.

Auch, dass man den Schwierigkeitsgrad an verschiedenen Stellen nach den eigenen Vorlieben justieren kann, gefällt mir. Da die Spielzeug-Plättchen nicht entfernt werden, wenn man mit ihnen ein Monster vertrieben hat, wird das Spiel auch – anders als im klassischen Memory – nicht automatisch leichter.

Richtig warm werde ich mit der Regel, dass die Partie in einer Niederlage endet, wenn man ein Monster aufdecken muss, der Stapel aber leer ist, nicht. Sobald das letzte Monster vom Stapel aufgedeckt wird, hat man genau ein oder zwei Reserve-Züge, in denen man noch falsch ziehen kann. Egal ob nun drei oder nur noch ein Monster ausliegt. Ich sehe ein, dass das Spiel so gegen Ende spannender wird und werden soll. Das kann aber auch zu etwas Frust führen, wenn tatsächlich noch drei Monster ausliegen und jetzt möglichst jeder Zug ein Treffer sein muss – was bei Kindern im Zielgruppenalter eben längst nicht immer klappt, weil die Konzentration noch nicht so ausgeprägt ist.

Wer Memory mag, macht mit dieser Inkarnation nichts verkehrt. Da meine Tochter das Spiel nach wie vor gelegentlich aus dem Regal fischt und mir unter die Nase hält, gibt es von Seiten der Zielgruppe einen klaren Daumen nach oben.

Übrigens: Auch wenn das Spiel eigentlich kooperativ gespielt wird, kann man es auch semi-kooperativ spielen, indem die Spieler die von ihnen vertriebenen Monster einfach behalten und am Ende auszählen.

Monster unter dem Bett ist ein Spiel von Antoine Bauza für 2 bis 5 Spieler ab 3 Jahren. Eine Partie dauert ca. 10 Minuten. Erschienen ist es bei Asmodee.

Gesellschaftsspiele bei Milan-Spiele kaufen

Gesellschaftsspiele bei Spiele-Offensive kaufen

Pierre

Pierre

Brettspieler, zelotischer Miniaturenbemaler und Gelegenheitsübersetzer
Pierre

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.