Vorgestellt – Orkensturm

Orkensturm Spielbrett

Das Spielbrett – die Scheibe der Macht

Wir schreiben das Jahr 1010 nach Bosparans Fall. Während die Orks ins Mittelreich einfallen, wird die Macht in der Hauptstadt Gareth neu verteilt. Und du befindest dich nun mitten in diesem Orkensturm.

„Orkensturm“ wurde uns freundlicherweise von Ulisses Spiele kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Wertung des Spiels.

Überblick

Wir tauchen tief hinein in die Welt von „Das Schwarze Auge“. Für Nichtkenner eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse. Kaiser Hal ist bei einem Jagdausflug spurlos verschwunden. Thronerbe Brin von Gareth begibt sich auf die Suche nach seinem Vater, was sich aber schnell als Fehler herausstellt. Denn der einflussreiche Answin von Rabenmund reißt in Brins Abwesenheit den Thron an sich. Diese turbulenten Zeiten kommen den Orks gerade recht, die nun zu Tausenden über das Land ziehen und sich das Mittelreich zu Eigen machen wollen.

Zu Beginn müssen sich die Spieler für eine der beiden Seiten entscheiden: Werden sie den neuen Kaiser Answin unterstützen oder stehen sie eher dem rechtmäßigen Thronerben Brin von Gareth zur Seite? Dies gibt dann die grobe Zielrichtung vor – das persönliche Ziel darf aber nicht aus den Augen verloren werden, denn schließlich gewinnt am Ende nur der eine Spieler mit den meisten Ansehenspunkten (AP).

Nach dem Öffnen der Packung kommt einem erst einmal viel Papier entgegen. Neben dem üppigen und wundervoll illustrierten Spielplan kommen auch über 200 (weniger wundervoll illustrierte) Karten zum Vorschein. Ein paar Holzmarker runden den Inhalt ab.

Alles so schön bunt hier

Orkensturm Beraterkarte

Der Spielverlauf dreht sich immer um die drei gleichen Kriterien: der Füllstand der Kaiserlichen Schatzkammer, die verbleibende Zeit bis zu Brins Rückkehr und die Truppenstärke der Orks bzw. des Mittelreichs. Hierfür müssen entsprechend ihrer Farbe möglichst viele Karten (Handel, Vermögen, Zeit, Bündnisse, Truppen des Mittelreichs, Truppen der Orks) in der Beeinflussungsphase gesammelt werden. Diese Karten werden am Rundenende verdeckt auf einen Orkensturmstapel gelegt, der danach ausgezählt wird. Zwei Kartentypen sind immer zusammenhängend, so dass die höhere Häufigkeit eines Typs bestimmt, in welche Richtung der zugehörige Kriterien-Marker auf dem Brett gerückt wird.

Die Beeinflussungsphase ist somit der Kern des Spiels. Es stehen acht verschiedene Personen zur Verfügung: der Regent, der Kaufherr, die Steuereintreiberin, der Ritter, die Magierin, der Inquisitor, der Spion sowie der Aventurische Bote. In einer Runde kann nur jeweils ein Spieler auf eine dieser Personen Einfluss ausüben, indem er eine seiner Spielfiguren auf die entsprechende Person setzt. Jeder dieser Charaktere hat zwei zur Wahl stehende Aktionen im Angebot, zwischen denen man sich entscheiden muss. Beispiel: „Nimm 2 weiße Einflusskarten von der Reserve und ziehe 1 Einflusskarte vom Vorratsstapel“ oder „Lege 6 Karten unterschiedlicher Farbe in die Reserve und erhalte 5 AP. Ziehe die obersten 4 Einflusskarten vom Vorratsstapel“. Hierüber wird dann taktisch angehaucht versucht, möglichst viele Karten der gewünschten Farbe und nebenbei noch Ansehenspunkte zu ergattern.

Für etwas Abwechslung sorgen die Beraterkarten der jeweiligen Fraktion, die man zu einem beliebigen Zeitpunkt spielen kann. So ist im Spielverlauf dann auch ein Fraktionswechsel möglich, was die Konstellationen nochmal kräftig durchschütteln kann. Wer dann am Schluss die meisten Ansehenspunkte hat, hat gewonnen.

Karsten meint:

Für mich ist eine gute Integration des Themas essentiell um in die Spielwelt abtauchen zu können. Und gerade das ist bei „Orkensturm“ leider nicht gelungen.

Ob es nun daran liegt, dass die DSA-Lizenz auf das bereits ein Jahr zuvor erschienene Spiel („Richard I„) aufgesetzt wurde oder aber die Mechaniken das in diesem Fall nicht gut ermöglichen ist eigentlich egal. Es fühlt sich während des Spieles vieles recht abstrakt an. Da die Ikonographie die Feld-Aktionen vorgibt, habe ich nach den ersten Minuten gar nicht mehr darauf geachtet, auf den Regenten Einfluss zu nehmen. Ich wusste, ich muss unbedingt auf das Feld mit den zwei weißen Karten und habe auch nur darauf geachtet. Das verschenkt leider viel Potential, da man mit der DSA-Lizenz unglaublich viel Material zur Verfügung hat.

Fazit: „Orkensturm“ kann unterhalten und ist auch verhältnismäßig gut ausbalanciert. Das DSA-Feeling kam allerdings bei mir nicht rüber.

Auf einen Blick

SpieldesignAndrea Chiarvesio
IllustrationenNadine Schäkel
Erschienen beiUlisses Spiele
Erscheinungsjahr2015
Spieleranzahl38
Spieldauerca. 90 Minuten
Empfohlenes Alterab 14 Jahren
MechanismenKooperatives Spielen, Allianzen, Variable Spielerfähigkeiten
Diese Informationen werden von BoardGameGeek zur Verfügung gestellt. Hier geht es zum Eintrag des Spiels auf BoardGameGeek.

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Begeistertes Spielekind seit Jahrzehnten (Brettspiele, Videospiele, Rollenspiele). Verleiht gerade seinem ersten eigenen Brettspiel "Movie Empire" den letzten Schliff. Arbeitet immer noch hart an seiner "bucket list".
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