Vorschau – Ruddy Vikings – 04/2015

Print & Play

Bisher hat sich die Britische Firma Rounded Squarish nur auf das Entwickeln von digitalen Spielen konzentriert. Mit Ruddy Vikings versuchen sie nun auch auf dem Markt für physikalische Spiele Fuß zu fassen.

Wir haben die Print & Play Ausgabe des Grundspiels, die den Backern der ersten Kampagne zugänglich gemacht wurde, gespielt und sagen euch ob es sich lohnt die Kickstarter Kampagne zu unterstützen.

Ruddy Vikings

Das Grundspiel für Ruddy Vikings ist für zwei bis vier Spieler ausgelegt. Sollte man zwei Grundspiele mischen oder zusätzlich das Heroic Viking Deck verwenden, so kann auch mit bis zu acht Spielern gespielt werden. Wir haben nur ein Grundspiel verwendet und es zu zweit und zu viert gespielt.

Auf die Regeln selbst werde ich hier nicht eingehen, da sie bereits in unserer Meldung zum Spiel enthalten waren und auch auf der Kickstarter Seite nachgelesen werden können.

Zu allerst haben wir zu viert gespielt, doch es nach ca. einer halben Stunde wieder abgebrochen. Warum? Weil jede Runde immer nach dem gleichen Schema ablief, keinen Anreiz zum Weiterspielen bot und ziemlich unbalanciert wirkte. Natürlich haben Spiele bestimmte Schemen in denen sie ablaufen und das ist auch gut so, aber das Spiel bot uns keinen wirklichen Anreiz immer wieder das Gleiche zu machen. Es machte einfach keinen Spaß.

Problematisch wird es vor allem wenn die Spieler sich „absprechen“. Spieler 1 lässt seinen Vikinger auf Spieler 4 los. Der hat zwar eine Verteidigung und hält damit den Vikinger auf, aber danach ist er schutzlos. Was hält also Spieler 2 und Spieler 3 davon ab Spieler 4 anzugreifen? Nichts, denn es gibt keine Karte um dies zu verhindern. Karten können nur gespielt werden wenn ein Spieler dran ist. Spieler 4 fliegt also schnell aus dem Spiel raus oder ist sehr schnell angefressen oder am besten noch beides.

Ein paar Tage später haben wir es dann nochmal zu zweit gespielt, aber hier war es noch schlimmer. Spieler 1 legt eine Verteidigung vor sich aus und greift Spieler 2 an. Spieler 2 hat eine Verteidigung vor sich ausliegen und vernichtet so den Vikinger. Dann ist Spieler 2 dran, legt eine neue Verteidigung und greift seinerseits Spieler 1 an. So geht das dann immer weiter und man hofft darauf, dass der andere Spieler mal keine Verteidigung zieht, oder das eine der Buffer Karten endlich mal hilft oder vielleicht zieht man mal eine hilfreiche Chance Karte. Es ist viel zu viel Zufall und Glück in diesem Spiel und das man während man nicht am Zug ist keine Karten spielen kann, macht es nicht besser. Bei einem Spiel mit acht Spielern kann ich mir gut vorstellen, dass die Spieler, die nicht involviert sind sich sehr schnell langweilen werden.

Laut dem Hersteller überarbeiten sie gerade das Grundspiel. Sie entfernen ein paar der Buffer und Defence Karten und erhöhen dafür die Anzahl der Chance Karten. Diese sollen dann aber nicht nur Kopien der vorhandenen Karten sein, sondern neue Möglichkeiten bieten. Ich bin gespannt, aber derzeit kann ich das Spiel nicht empfehlen.

Peer

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Blogger, Lektor & Übersetzer. Leidenschaftlicher Spieler von Gesellschaftsspielen. Gründer von erklaerpeer.de.
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